Vor etwa einem Jahr habe ich mir für 40 Euro einen gebrauchten Fujitsu Futro S920 auf eBay geschossen. Ursprünglich als Testgerät gedacht, hat er sich mittlerweile zu einem vollwertigen Virtualisierungshost entwickelt, auf dem ein Dutzend Dienste laufen.
Der S920 hat einen AMD GX-415GA, 8 GB RAM (nachgerüstet) und zwei SATA-Ports. Nachdem ich die ursprüngliche 16-GB-mSATA gegen eine 256-GB-SSD getauscht hatte, waren die Voraussetzungen geschaffen.
Warum ZFS auf einem Gerät mit nur zwei Platten? Wegen der Prüfsummen und Snapshots. Auch ohne Redundanz ist das ein enormer Gewinn.
zpool create -o ashift=12 tank /dev/sda
zfs create tank/vms
zfs set compression=lz4 tank
zfs set atime=off tank
Proxmox VE 8.2 läuft stabil auf dem kleinen Gerät. Wichtig: den Installer im Debug-Modus starten, sonst verweigert er die Installation wegen der schwachen CPU. Danach läuft alles rund.
Aktuell hoste ich:
Für unter 100 Euro Gesamtinvestition bekommt man ein Setup, das für einen Privathaushalt mehr als ausreicht. Klar, eine richtige Workstation wäre schneller — aber der Stromverbrauch von 8 Watt im Idle ist ein starkes Argument.